So simpel wie an der Parkhaus-Schranke

Letztes Wochenende fuhr ich zur Hochzeitsfeier eines Freundes. Das gemütliche Landhotel lag malerisch auf einem Hügel, mitten im Wald. In verschlungenen Serpentinen führte ein romantischer Weg den Hügel hinauf. Der gesamte Weg erstrahlte in hellem Glanz. Ein schöner Anblick! Als wir jedoch in der Nacht unsere Zimmer aufsuchten, störte der durch die Fenster eindringende Lichtschein beim Einschlafen.

Mein erster Gedanke am Morgen: Eine punktuell je nach Bedarf ein- und ausschaltbare Beleuchtungsanlage wäre hier die Alternative für Dunkelheit oder bedarfsfreie Dauer-Festbeleuchtung. Ob man mit Drucksensoren im Boden arbeitet, mit Magnetfeldern, Infrarot, Lichtschranken oder welcher Technik auch immer: Die simple LED wäre hier der Schlüssel zum passgenauen Licht. Dabei schwebt mir eine Beleuchtung vor die den Fußgänger oder das Auto sanft begleitet. Das Licht folgt „vorausschauend“ dessen Bewegung. Statt zu blenden, wird es dezent heller und verlischt allmählich, wenn es nicht mehr gebraucht wird. Als wäre der Weg von Fackeln gesäumt. Das sieht gut aus, spart Geld wie Ressourcen – und lässt die Hotelgäste nebenbei auch noch besser schlafen. 

Intelligente Beleuchtung via Touch and Play

Ähnlich sehe ich die Situation auf Firmenparkplätzen, die lediglich von hierzu Befugten betreten werden dürfen und sollen. Dort könnte, ähnlich wie in meiner Wohnanlage, die Beleuchtung des Areals mittels eines Transponders via Touch and Play organisiert werden. Apropos Wohnanlagen: Wie oft sehe ich beim Spazierengehen ganze Häuserblocks, deren Treppenhausbeleuchtungen rund um die Uhr voll in Betrieb sind! 

Und wie wäre es mit einer intelligenten Beleuchtung in Parkhäusern? Mitunter suche ich „stundenlang“ einen der sechs mir als frei angezeigten Plätze! Hier sehne ich mich nach einem Licht, das mir mittels Sensoren den Weg zu „meinem“ freien Parkplatz weist! Oder das mir verrät: Dieses Deck ist voll! Auch den mir zugewiesenen Hotelparkplatz fände ich so ohne jedes Umherirren. Mittels intelligenter LED-Beleuchtung erstrahlt das Licht wirklich nur dort, wo es gebraucht wird. Das spart Energie und schont die Umwelt. 

LED-Technologie „ein Geschenk des Himmels“

Ich las in der Zeitung, dass man diese Fragen in der Schweiz schon um einiges mutiger angeht als hierzulande. Die „Intelligente Beleuchtung“ hat dort in vielen Städten längst Einzug gehalten. Guiseppina Togni von der Schweizerischen Agentur für Energieeffizienz bezeichnet die LED-Technologie gar als „ein Geschenk des Himmels“. [1]

Vielerorts, auf Straßen, Plätzen wie in Gebäuden, arbeitet man in unserem Nachbarland zum Beispiel mit Bewegungsmeldern, deren Sensoren erst ab einer bestimmten auf sie wirkenden Masse reagieren. Das Ganze funktioniert genau wie die Schranke eines Parkhauses, die sich erst öffnet, wenn ich mit dem Wagen über eine bestimmte Stelle der Straße fahre. Kurzum: Die technischen Möglichkeiten sind längst vorhanden und an vielen Orten bereits gang und gäbe. Haben wir den Mut, sie endlich auch konsequent bei uns anzuwenden!

 

Quellen:

[1] Siehe u.a.: Neue Zürcher Zeitung online, https://www.srf.ch/wissen/technik/schlaue-strassenbeleuchtung, Zugriff am 15.05.2019.