LED-Licht denkt mit

Intelligente Außenbeleuchtung schützt Mensch, Tier und Umwelt

Vor einigen Jahren fertigten wir die Leuchtmittel für einen Stadtpark in Schwerin. Dieser wird seither allnächtlich so erhellt, dass jeder Besucher ihn ohne Unfallgefahr durchqueren kann. Ob herumliegende Äste oder Unebenheiten auf den Wegen – nichts bleibt mehr im Dunkeln, sobald die Beleuchtung eingeschaltet. So weit so gut, doch sind damit die Möglichkeiten intelligenter Beleuchtungssysteme auf LED-Basis längst nicht ausgeschöpft. In jedem Falle wäre hier wie anderswo die Helligkeit nach der Uhrzeit und/oder entsprechend dem Tageslicht variierbar. Das spart Energie und senkt die Lichtemission, schont also zugleich die Umwelt. Nutzen wir die Sinfonie des Lichts, den Faden an dieser Stelle gehörig weiterzuspinnen.

Katzen brauchen keine Taschenlampe

Viele Wohnanlagen verfügen über einen Innenhof, der bislang lediglich über das Licht der ihn umgebenden Fenster „beleuchtet“ wird. Der Weg zum Fahrradständer oder zu den Müllcontainern wird für die Bewohner hier oft zum gefährlichen Gang im Dunkeln, Beschwerdebriefe an Hausverwaltung oder Eigentümer sind die Folge. Nicht immer ist eine Taschenlampe oder das mit einer Beleuchtungsfunktion ausgestatte Handy griffbereit.
Herkömmliche Bewegungsmelder erweisen sich als zu störungsanfällig. Reagieren sie doch nicht nur auf zielgerichtete Bewegungen der Bewohner, sondern gleichermaßen z. B. auf durch stürmischen Wind aufgewirbelte Blätter, vorbeihuschende Katzen, Hunde, Mäuse oder Kaninchen, die mittlerweile längst ihren Weg in die Großstädte gefunden haben. Wobei viele der genannten Tiere dank ihrer an die Nacht angepassten Sehorgane in der Dunkelheit nicht auf Kunstlicht angewiesen sind. Besonders Katzen sehen im Dunkeln ausgezeichnet.

LED – Licht für den Menschen und die Umwelt

Insektenvertilgende Fledermäuse oder nachtaktive Vögel sind gar auf die Dunkelheit angewiesen, um auf Beutezug zu gehen. Ein weiterer Grund für eine Beleuchtung, die wirklich nur im Bedarfsfall aktiv ist. Moderne LED-Technik wird, richtig angewendet, dieser Anforderung spielend gerecht. Im Zusammenspiel mit Drucksensoren, die wie an der Parkhausschranke erst ab einem bestimmten Gewicht reagieren und elektronischer Steuerung geht das Licht wirklich nur an, sobald ein Mensch es benötigt.
In der Schweiz schon lange praktiziert, demonstrieren jetzt auch in Deutschland erste Pilot-Projekte mit intelligenter Außenbeleuchtung ihre Vorteile. In Göttingen, Münster, Darmstadt, Hamburg oder Norderdeich, um nur einige Beispiele zu nennen, arbeitet man bereits mit vollautomatisch gesteuerten Beleuchtungssystemen auf LED-Basis. [1]

Kleine LED – großer Nutzen

Ob Wohnanlagen, Schulhöfe, Außenanlagen von Gebäuden, Straßen, die nicht stetig befahren werden, Spazierwege in Stadtparks oder Wälder – die simple LED ist überall der Schlüssel zum Erfolg. Brauchen wir das Licht gerade nicht, wird es – je nach Programmierung – auf ein dezentes Grundlicht gedimmt oder völlig deaktiviert. Vögel, Fledermaus & Co können wieder ungestört(er) jagen, zugleich geht die Lichtverschmutzung zurück. Wir sparen Energie und bewegen uns des Nachts sicherer. Das alles in einem Licht, das nicht nur die Umwelt schont, sondern „ganz nebenbei“ auch unsere ohnehin oft überreizten Sinne.

[1] Siehe u. a.: https://energiesparendeaussenbeleuchtung.wordpress.com/tag/nonnenstieg/, Zugriff am 19.08.2019, https://www.ludwigsburg.de/start/stadt_buerger/intelligente+strassenbeleuchtung.html, Zugriff am 20.08.2019 oder
https://www.wn.de/Muenster/Stadtteile/Wolbeck/2016/12/2637940-In-Wolbeck-wird-eine-intelligente-Strassenbeleuchtung-getestet-die-stadtweit-Schule-machen-koennte-Laternen-Licht-auf-Abruf, Zugriff am 22.08.2019.