Jeder Stimmung ihr eigenes Licht

„Natürlich! Auf jeden Fall!“, erwidert Ingo Freund, Betreiber des Bootshauses Sportdenkmal in Grünau, auf die Frage, ob sich aus seiner Sicht etwas verändert habe seit der Umrüstung auf LED-Licht. „Der Biergarten, das ganze Grundstück bekam ein völlig neues Flair!“

Dabei wollte Freund zunächst eigentlich nur die Beleuchtung des nahe am Wasser gelegenen Langhauses erneuern. Ein Schritt hatte den nächsten ergeben, mittlerweile ist das gesamte Gelände allabendlich in stimmungsvolles Licht getaucht. Und in welche Lichtstimmung nun genau? Das entscheidet Ehepaar Freund, dabei gern den Wünschen ihrer Gäste folgend, immer wieder aufs Neue. „Am liebsten ist mir für draußen ein Licht mit viel Rot“, bekennt Herr Freund, was sicher auch seiner persönlichen Nähe zum 1. FC Union Berlin geschuldet ist. Nicht immer hat er jedoch Unioner zu Gast, und auch er selbst ist nicht jeden Abend gleich aufgelegt. „Will ich es ein bisschen ruhiger haben, wähle ich zum Beispiel eher blau-grüne Töne.“

Töne? Kein Zweifel. Genau wie die zu Anlass und Stimmung gehörige Musik wählt der Bootshaus-Betreiber das jeweils passende Licht. Vier LED-Strahler im Außenbereich, unterhalb der das Areal umsäumenden Bäume installiert, reichen aus, um deren Astwerk als Projektionsfläche für ihre Kunst zu bespielen. Genau wie die in mehrere Zonen unterteilte Beleuchtung des Langhauses verrichten diese allabendlich ihr Werk. Ob im Gleichklang miteinander, ob einander konterkarierend, ob hell oder dunkel, in einer oder allen Farben des Regenbogens zugleich – einfach so, wie es der gewünschten Lichtstimmung entspricht. Das alles mit wenigen Handgriffen am Steuerungskasten.

Sparen mit besserem Licht

Herr Freund weist auf einen nützlichen Nebeneffekt jener Umrüstung hin: „Am Ende sparen meine Frau und ich dabei sogar noch Stromgeld.“ Besseres und variableres Licht bei niedrigeren Kosten, das war ein weiterer Grund für die Bootshaus-Betreiber, die ihnen gebotene Freiheit zu nutzen: „Die Kühlung unserer Speisen und Getränke kann ich nicht runterdimmen. Hier hab ich keinen Spielraum, sonst verdirbt uns ja alles. Beim Licht steht mir diese Freiheit sehr wohl zur Verfügung.“

Angenehm auch, dass diese Kosteneinsparung keinerlei Verzicht bedeutet. Im Gegenteil, wovon sich jeder Bootshaus-Gast überzeugen lassen kann. Nach einem heißen Sommertag ist es eine besondere Wohltat, den Biergarten auch mal in der Kühle des Abends aufzusuchen. Der Blick aufs Wasser, das von den LEDs dezent in Szene gesetzte Geäst der umstehenden Bäume, verführt unaufdringlich dazu, seine Gedanken schweifen, die Seele baumeln zu lassen.

Mehr Arbeit – und Entspannung

„Immer öfter fragen uns Besucher: ‚Wie lange habt ihr heute Abend eigentlich auf?‘“, erzählt Herr Freund weiter. „Sie sagen: ‚Wir würden gern noch mal wiederkommen, wenn das Licht an ist.‘ Das verschiebt unseren Feierabend oft ein ordentliches Stück nach hinten“, so Freund, bevor er schmunzelnd hinzufügt: „Da wir den Biergarten ja nur sechs, sieben Monate im Jahr öffnen können, um damit unser Geld zu verdienen, ist uns das allerdings mehr als willkommen. “

Und wie gelingt es den Wirtsleuten selbst, spät am Abend, wenn der letzte Gast das Gelände verlassen hat, herunterzufahren, zur Ruhe zu kommen? „Ganz einfach“, erklärt mir Ingo Freund bereitwillig: „Zusammen mit meiner Frau genieße ich für ein paar Augenblicke dieses stimmungsvolle, friedliche Licht. Ganz für uns allein, gern auch mal mit einem Glas Rotwein in der Hand. Anschließend finden wir wie von selbst zur Ruhe.“